ERP auf der IBM AS/400 (IBM i) – Technologie vom Marktführer

Die AS/400 oder IBM i, wie das System nach vielen Namensänderungen der IBM heißt, war und ist nach wie vor über viele Jahre hin das Kernsystem vieler Unternehmen – vor allem im Mittelstand. Die Stabilität und Skalierbarkeit, verbunden mit der einzigartigen Architektur des Betriebssystems mit der DB/2-Datenbank als integraler Bestandteil von OS/400 war Plattform für viele ERP-Systeme. Einige ERP-Anbieter und auch Anwender-Unternehmen haben sich weg von der AS/400, hin zu Microsoft-Plattformen oder Linux – oder in der näheren Vergangenheit in die Cloud entwickelt. Oft war hier die Basis für die Entscheidung keine Analyse der realen Gegebenheiten. Insbesondere die bekannt niedrigen Kosten der IBM i als Plattform wurden ausgeblendet zugunsten einer “Mainstream-Entscheidung”. Dieser Artikel befasst sich mit den Möglichkeiten und Strategien rund um die AS/400 oder IBM i als moderne Plattform für ERP-Systeme.

Ist die IBM AS/400 noch eine Plattform für ERP?

Heute wird bei der IBM i oft von einem “Legacy”-System gesprochen. Dies wird aber der Technologie hinter der IBM i sicher nicht gerecht. Es gibt ein klares Bekenntnis der IBM zur Plattform und zur Weiterentwicklung des Systems. Darüber hinaus gilt das Gleiche auch für einen der führenden Anbieter von Business-Software weltweit. Infor als einer der größten Anbieter hat neben Cloud-Angeboten nach wie vor eine klare Linie, ERP-Systeme für die IBM i weiter zu entwickeln. Infor hat diverse ERP-Systeme auf der IBM i im Portfolio. In diesem Blog-Beitrag wollen wir uns auf Infor ERP XA fokussieren, da es eine Roadmap hat, die klar auf Zukunft ausgerichtet ist und die einerseits die Entwicklung des Kern-ERP-Systems enthält, andererseits auch eine langfristige und nahtlose Integration ins Infor-Produktportfolio im Fokus hat.

Wie hat sich die Welt der IBM AS/400 in den letzten Jahren verändert?

Viele Systeme haben sich weg von der AS/400, hin zu Microsoft-Plattformen oder Linux entwickelt. Oft war hier die Basis für die Entscheidung keine Analyse der Gegebenheiten. Insbesondere die bekannt niedrigen Kosten der IBM i als Plattform wurden ausgeblendet zugunsten einer “Mainstream-Entscheidung”. Am Ende standen riesige und komplexe Server-Farmen – natürlich virtualisiert – mit hohen Kosten für Hardware, Betriebssystem und Datenbanken.Betrachtet man nun im Vergleich die IBM i, so wird man feststellen, daß hier die komplette Server-Landschaft out-of-the-box und konsistent vom Hersteller geliefert wird, so dass die Maschine an sich quasi mit “Plug and Play” zur Verfügung steht.

Andererseits sind die Zeiten proprietärer IBM-Technologie lange vorbei. Die IBM hat es schon vor vielen Jahren verstanden, die IBM i mit gängiger Technologie kompatibel zu machen, so dass eine Integration des Systems in vorhandene Landschaften – natürlich auch in Microsoft oder Linux Infrastrukturen – problemlos möglich ist.

Musste man vor zehn Jahren noch Spezialisten für AS/400 beschäftigen, die virtuos auf der Kommandozeile des GreenScreen das System bedienten, so ist heute die Bedienung und Verwaltung einer IBM i über ein Webinterface oder Java-Clients problemlos möglich.

IBM Navigator für i

Grundsätzlich ist die IBM i schon lange kein exotisches System mehr. Das Betriebssystem und die integrierte Datenbank bilden das Fundament für eine moderne Technologie-Plattform.

Sicherheit der IBM i

Ein wichtiger Faktor für unternehmenskritische Systeme ist heute auch die Sicherheit. Während Microsoft-Umgebungen erstes Ziel für Hacker-Angriffe sind, kann man davon ausgehen, dass eine IBM i zu 100% resistent gegen Angriffe durch Viren und Trojaner ist. Das liegt zum einen an der Aussenseiter-Rolle des Systems, aber auch an der grundlegenden Architektur und dem Sicherheitskonzept der IBM i. Mit einem Standard-Setup kann hier schon ein sehr viel höherer Sicherheit-Level erreicht werden, als mit Microsoft-Infrastrukturen.

Wie hoch sind die Kosten einer IBM AS/400 und eines ERP-Systems auf dieser Plattform?

Spricht man von ERP-Kosten, so muss man nicht nur die reinen Software-Kosten in Betracht ziehen, sondern die Gesamtkosten des Systembetriebs hinterfragen. Diese Kosten werden in der Regel mit TCO (Total Costs of Ownership) bezeichnet und enthalten sehr viel mehr als einmalige Lizenz- und jährliche Wartungskosten. Ein wesentlicher Faktor ist hier der Personalaufwand für den Betrieb des Systems. Während in Microsoft-Umgebungen oft mehrere, speziell ausgebildete IT-Experten die Infrastruktur am Laufen halten, so ist bei der IBM i meist eine Person – und das auch oft nur als kleiner Teil der Aufgabenstellung – ausreichend um ein IBM i System in Betrieb zu halten.

Mit diesem TCO als Gesamtkosten im Hintergrund stellt sich ein ERP auf IBM i Basis in einem anderen Licht da. Das ERP-System kann auf einem einzigen Server-System betrieben werden, dass über lange Zeit quasi wartungsfrei und unbeaufsichtigt läuft. Vergleicht man nun die Kosten mit einem Standard-Microsoft-System, so wird man schnell sehen, daß die laufenden Kosten einer IBM i Plattform nur einen Bruchteil ausmachen. Es läßt sich aufgrund der hohen Skalierbarkeit der IBM i Technologie hier kein Beispiel-Szenario eröffnen. Die Anschaffungskosten einer IBM i liegen zwischen einem mittleren vierstelligen Betrag, bis hin zu deutlich siebenstelligen Summen. Grundsätzlich kann man aber sagen: anstatt Server-Farmen aufzubauen, zu betreuen und am Leben zu erhalten kann mit der IBM mit einem einzigen System vieles kostengünstig und einfach abgedeckt werden.

Gibt es aktuelle ERP-Systeme für die IBM AS/400?

Logo Infor ERP XA

Das wichtigste ERP-System auf IBM i Basis im Infor Portfolio ist Infor ERP XA. Hier vereint Infor modernste Technologie mit der Stabilität und Zuverlässigkeit eines langjährig erprobten Systems. Zusätzlich zur EP-Funktionalität hat XA funktionale Highlights – basierend auf Infor IDF (Infor Development Framework) – die sonst kein anderes ERP-System vorweisen kann.

Infor IDF bietet maximale System-Flexibilität, Integrations-Features und völlige Freiheit in der Gestaltung des UserInterface. Das System lässt sich ohne Programmierung flexibel anpassen, aber auch um weitere Funktionen erweitern und sogar die Integration von Datenbanken aus Fremdsystemen ist problemlos möglich.

Dazu kommt als Infor OS (Infor Operating Services) als Cloud- oder OnPremise-Lösung für die Integration mit anderen Systemen, einem integrierten Dokumenten Management System und einer gemeinsamen Benutzeroberfläche mit anderen Infor-Produkten.

In welche Systemlandschaften kann die IBM AS/400 integriert werden?

Heute findet man in Unternehmen heterogene Infrastrukturen. Unterschiedlichste Technologien, Plattformen und Systeme bilden ein kompliziertes Konstrukt, das für Administratoren schwer zu überschauen ist und den Datenaustausch aufwändig macht. Daher ist es wichtig eine Integrations-Strategie zu verfolgen, die eine Vielfalt von Systemen mit einer Middleware verbindet. Infor hat mit OS hier ein Produkt im Portfolio, das es ermöglicht unterschiedlichste Systeme – intern oder extern, Software oder Hardware – unter einem Integrations-Szenario zu vereinen. Aus zerklüfteten und schwer durchschaubaren Szenarien wird eine klar strukturierte Infrastruktur, die für die Zukunft gerüstet ist. Auch Technologien wie IoT, AI, etc. können hier nahtlos integriert und für die weitere Entwicklung des Unternehmens genutzt werden.

Fazit

ERP-Systeme auf der AS/400 sind aktueller als je zuvor. Aus Kostengründen und aufgrund der maximalen Flexibilität stellen sie eine gute Alternative zu den “Mainstream-Systemen” auf Microsoft-Basis dar.

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